Samstag, 23. Mai 2015

2015 Florenz, 23. Mai



Das Abenteuer unserer Rückreise hat begonnen.... Das heißt Abenteuer ist es erst seit etwa 15 Minuten als uns beim Check-In verkündet wurde, dass der Flug einiges an Verspätung haben wird. O.k. - eine Stunde hatten wir von anderen Wartenden erfahren. "Oh, no, no, 2 - 3 hours might be. Please be back in half an hour and we have more information for you...."

O.k. - we will see (Gut das ich erst gestern mit dem 860 Seitenwälzer - Wir sind das Salz von Florenz begonnen habe....

Neueste Meldung: 3:55 h später - Marlies holt sich Essensgutscheine ab....

Freitag, 22. Mai 2015

2015 Florenz, 22. Mai

Die Toskana möchte uns den Abschied erleichtern. Regen, 12 Grad, keine Sonne in Sicht. O.K., ihr könntet ja auch mal entspannen! Höre ich Stimmen. Klar, tun wir, doch ohne Sonne macht es hier halt halb so viel Spaß, bzw. sieht die Landschaft ähnlich trostlos aus, wie daheim....

Ein kleiner Ausflug nach Ceraldo vertreibt die Zeit ein wenig. Haben uns jedoch Städtchen wie San Giannomo, oder Volterra in ihren Bann gezogen, kam ich mir hier eher wie in einem Märchenwald oder Disneyland vor. Woran mag es liegen? Wenn ich mich rechte entsinne stand irgendetwas von Zerbomben und Wiederaufbauen geschrieben. Das mag es sein. Alles wirkt zu sauber, zu ordentlich, zur restauriert. Schön halt, aber die Seele fehlt, irgendwie....


Wieder daheim machten wir uns am Abend zu Fuß auf den Weg zu unserem Lieblinsitaliener - ha ha, hier irgendwie eine merkwürdige Bezeichnung...

Wie dem auch sein, auf dem Rückweg hatten sich doch noch einige Glühwürmchen verabredet uns ein schönes Leuchtfeuerwerk als würdigen Abschluss dieses Urlaubs zu geben.

Faszinierend, wie sie so vor sich hinleuchten. Mir gelang es sogar einige Exemplare in meiner Michel von Lönneberga Kappe zu fangen. Doch wie fotografiert man sie. O.k. die Würmchen hielten immer still, doch die Kameratechnik eines Handys versagte recht schnell. Sobald das Glimmen focusiert war, erlosch es auch schon wieder... Hier eines der Fotos:



Na, das konnten andere wohl besser:





2015 Florenz, 13. Mai - Stichworte

Zeitig per Bahn nach fierenze
Duomo Ensemble
Glockenturm ... Ach
Baptisterium... OHG... Auch wegen Prof. Langdon...
Duomo ... Mmmh... Sin Spirito
Kirche Dantes ... Korb mit Briefen
Croce ...davor Gitarrero CD
Knochen .. Spannend ... Mehrere Durchläufe
Eisdiele.... Mmmmh
Palazzo Vecchio reingenippt
Brücke - p Pitti - Piazza s Spirito Abendessen , leben , Live Musik...
Zurück ....

2015 Florenz, 21. Mai

Irgendwie verschwimmen Medici, Bauten, Rennaisance, Fresken immer mehr zu einem Brei... Wo war das noch? Wie war wann, wo, mit wem, und überhaupt?
So haben wir uns mal wieder einen Ruhetag verdient. Am Nachmittag folgt ein Miniausflug nach Montelupo und in unsere Lieblingsbäckerei....






Donnerstag, 21. Mai 2015

2015 Florenz, 20. Mai

Die Füße haben sich entspannt, der Geist entwirrt bzw. hat wieder freie Kapazitäten für neuen Input und so machen wir uns nach einem entspannte Frühstück auf ins Städtchen Volterra."

Meinen Post in Sachen Volturi dürfte niemand aus der family-WhatsApp-Gruppe verstanden haben. Wer liest schon diese komische Vampir-Saga, oder begleitet seinen Schatz ins Kino... Kleines Schmankerl am Rande. Die Dreharbeiten fanden dort gar nicht statt sondern in ...?....
New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde
Gedreht wurde diesmal hauptsächlich in British Columbia, Kanada: Vancouver, New Westminster und Tofino. Weiterer Drehort ist die Toskana, Italien. Dort tagt die große Versammlung der Volturi, um über Leben oder Tod von Edward zu entscheiden. Stephenie Meyer wählte Volterra als fiktive Heimat der Volturi, da es eben so ähnlich klang.

Montepulciano © Indiana Backpacker
Gedreht wurden die Szenen allerdings nicht in Volterra, sondern im 120 Kilometer entfernten Montepulciano, das sich erfolgreich an das Filmteam ranschmiss. Ein Tourplan hilft hier bei der Erkundung der Drehorte.
Tourtipp: Rundgang Volterra "New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde" 


Wer sie kennt, weiß ich heiratete die entspannteste aller Beifahrerinnen, die man sich nur vorstellen kann. Und so schraubten wir uns gut gelaunt über gefühlte zwanzig Bergketten und erreichten irgendwann dann glücklich die Parkhauseinfahrt, des Parkhauses unter der Innenstadt von Volterra.
Es empfing uns dann ein wunderschön verträumtes und gut erhaltenes Städtchen hoch oben über dem toskanischen Hügelland. 
In der Touristinfo erstanden wir dann zwei Touriknoch in German... und machten uns auf die Entdeckungsreise.
Im Gegensatz zu Florenz war hier der Zeitsprung mal ganz gewaltig. Es ging zurück bis in die Zeit der Etrusker. Interessant fand ich die Tatsache, dass man deren Sprache und die wenigen Schriften bis heute nicht so recht entschlüsselt hat und eigentlich nur etwas durch die Funde von Grabbeilagen weiß. Betrachtet man jedoch das mächtige Stadttor und die Ausdehnung der Stadtmauern zu der Zeit, müssen die Leutchen damals doch schon einiges "drauf gehabt haben...."
Mittlerweile verschmelzen die Urlaubsbilder für mich zu einem großen Freskobrei. Auch hier Fresken, Statuen, etc. wohin man schaut. 
Ganz besonders schön das Panorama über die Toskana von der Promenade vor der Stadtmauer.
Alles in allem ein schöner Ausflug.
Kleiner Wermutstropfen: Frau Google streikte auf dem Rückweg. So war die Fahrt heimwärts doch recht anstrengend. Zu dem Kurvengegurcke kam jetzt noch die Ungewissheit, wo liegt Ginestra....
Nun denn, wir haben es gut überstanden!

Dienstag, 19. Mai 2015

2015 Florenz, 19. Mai

Heute haben wir uns einen Chilltag verdient!

2015 Florenz, 18. Mai

Nach Der tollen Führung gestern wollten wir heute weiter machen

Wieder an der Säule getroffen

Richtung Dante Kirche ,,,, vorher Kirche mit freien Orgelkonzerten. Evtl am Abend nochmal

Geschichte Dante liebe gegenüber lederwerkstatt....

Danrte Haus - eigentlich falsch - Dante Exil enteignet - Neubau der als Daante Museum dient - Geburtshaus um die Ecke Hausnummer 12...

Dante erstes bedeutendes Werk in italienischer Sprache veröffentlicht - daher auzch Name Kommödie, da nur zwei Gattungen bekannt - ernst (zu nehmende) Literatur denm Latein vorbehalten und seichte Literatur. Erste Landessprache (da überall nur Dialekt) prägend - heute noch Florenz reinstes italienissch (wie Hannover für deutsch?)

Komisch in allen anderen Länder ist Dante Pflichtlektüre in der Schule, daher zum Beispiel auch viele Asiaten hier, nur nicht in Deutschland....

Beatrice wohnte in dem Orangenen Haus im die Ecke...

Turmplatz - eckiger Geschlechterturm - zunächst ohne rechte Funktion, eventuell Verteidigung, abeer eher ausdruck des Reichtums und der Macht - runder Turm - noch Teil der Alten Stadtmauer - zweiter Ring.

Erst später als Wohnraum knapp wurdeAnbindung an die Wohnhäuser und Nutzung.

Es gab etwa 200 Türme in Florenz. Auswuchs immer wilder bis Stadtrat maximale Höhe beschloss und alle größeren geschliffen wurden.

Eigentlich sollte man wie in Frankfurt regelmäßig mit Blick nach oben durch die Stadt wandeln. Bei dem Pflaster dürfte da ein Knöchelbruch vorprogrammiert sein. ....

Durch mittelalterliche Stadt Richtung Orsay,ichell erste Führung kleine Kirche Ablass heute Organisation für verarmten Adel St.martin geweiht innen witzige Fresken mit den guten täte n leideschlossen

Orsanmichelle nur Kirche, da Kornspeicher schon gesehen... Witziges Detail kornschütte in der Kirche.." Nach irgendeinem Ereignis wollten die florentiner Dank ausdrücken (Pest?) in dem sie ein öffentliches Gebäude in eine Kirche umwidmeten. Kornmarkt wurde zur Kirche umgebaut. Liegt direkt neben dem Zunftgebäude der Wollhändler und der Bankiers.

Die speicher waren seit je so ausgelegt, dass man Getreide für die Einwohner der Stadt lagern konnte, dass für 3 Jahre ausreichte (10.000 -/ 100.000 einwohrner?)

Witziges Zunftdetail: die Freskenmaler gehörten zur Zunft der Apothker. Was die wohl alles in die Farben mischten.

Piazza delle Signoria - nix mit Frauen, Jungfrauen oder so zu tun. Platz der Herrscher. Daher auch die dichteste Schniedelschau der Welt.

David tanzt aus der Reihe die kirchlich vorgegebenen Darstellungsweise. Sonst immer nach dem Sieg mit dem abgeschlaagenen Kopf, als kleeiner schächtiger Jungling : Gott hat es bewirkt. Michelangelo präsentiert ihn uns stattlich, vor dem Kampf, kann sich noch entscheiden, Hände und Kopf größer, seine tat und gedanken tragen nicht nur gotteswerrk

Nach der Rückkehr derr Medici nutzen diesen den Palazzo Vecchio. Der alte Stammsitz war wohl eines Herzogs nicht würdig genug. außerdem zog man ins Zentrum der Macht ein.

Der Palazzo dürfte in seinem Kern das ältesteGebäude der Stadt sein. Immer hatte sich an dieser Stelle ein Versammlungshaus befunden.

Auch heute noch dient er als Rathaus und kann für Veranstaltungen gemietet werden.

Die Medici bauten ihn natürlich "etwas" aus und um.

Auch die Logggia wurde einem anderen Zweck zugeführt. Bis dato waren dort die Ehren-/Logenplätze für Veranstaltungen unnd Hinrichtungen auf dem Platz. Jetzt stelle man dort Skulpturen zum Teil aus der Prvatsammlung der Medici aus und machte sie den Florentinern zugänglich. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen fürchtete man Attentate, wenn man sich dort präsentierte, zum anderen konnte man hier nobel erscheinen.

Eine alte Taaktik der Medici. sie waren eigentlich nie Diktatoren, sondern eher gewiefte Taktiker.

Eine weitere Renovierung erfolgte, als die Hochzeit mit der Habsburgerin ? anstand. Der Palazzo wurde noch einnmal komplett verschönert. Nicht nur dort, sonder in der ganzen Stadt wurde aufgehübscht für den Hochzeitszug.

Die Räume waren alle irgendwie gigantisch.

Die päpstlichen Gemächer, die Gemächer der herzogin, der Sall der 500, der Kartenraum, alles ist über und über mit Gold, Edelsteinen, Gemälden, Fresken verziert.

Anstelle unserer Tapeten hatte man die einfachen Wände mit Grotesken verziert. Das Wort stammt aus einem Missverständnis. Bei Ausgrabungen stieß man damals auf solche Malereien. Ein Fachmann meinte es handele sich um eine bemalte Grotte, tatsächllich war es eine alte villa aus der Römerzeit.

Kaum ein Tier, Gegenstand, Pflanze, Detail an den Wänden hat nich Symbolcharakter. Letztlich sollte alles macht ruhm ehre der Medici würdig darstellen.

Im Saal der Elemente sieht man zum Beispiel eine Schildkröte. Symbol und Mahnung für den Regierungsstil der Medici. Nicht übereilt, stetig, ewig...

Beeindruckendes Detail eines Madonnenbildes: im Himmel ist ein "UFO" dargestellt. Keine Seltenheit laut unserer Stadtführerin. die Kunstexperten rätseln....

Im Kartenraum mussten wir natürlich sofort nach der Karten Armeniens suchen. Et voila...

Dan Brown hat in dieser Hinsicht wohl gründlich recherchiert. Die Geheimgänge existieren wirklich.

Der Raum verdeutlicht zudem die Hinwendung der Medici zu den Wissenschaften, eher weg von den bildenden Künsten. MAn nutzte natürllich das Wissen um Länder,Meere Wege etc auch zum eigenen Vorteil.

Der aufgestellte Globus stammt von? - dieser entwickelte auch den Grgorianischen Kalender. Der Herzog träumte natürlich davon, dass der neue Kalender nach ihm benannt werde und protegierte ihn entsprechen. Seinem Nachfolger war das so ein Dorn im Auge, dass er iihn prompt absägte, als er an die Macht kam. Der Papst reagierte schnell und lockte den Wisssenschaftler zu sich. Tja, uns so kennt eigentlich auch fast jjeder heute zumindestden Namen von Papst Gregor.

Der Saal der 500 war seinerzeit der größte umbaute Versammlungsraum der Erde. Die Bilder an den Wänden sind echte Fresken. Dafür wurden anschheinend vorhandene Fresken von Leonardo übermalt Genaues weiß man nicht.

Kleines Detail: Leonard war ein langsamer Maler, also nicht fix genug um auf den feuchten Putz der Wände Fresken zu gestalten. So versuchte er immer neue Techniken, um hier doch noch mit zu kommen. Bei einem Experiment mit einer mittels Wachsmischungen präparierten Wand unnd Ölfarben, floß ein ganzes Kunstwerk über Nacht dahin, als man Feuerbecken zur Trocknung aufstellte.

natürlich haben wir auch die "Dan Brown" Inschrift entdeckrt....

Irgendwann genügte der Palst nicht mehr und man kauft der Pitti Familie auf der anderen Arnoseite ab und baute den dann standesgemäß aus.

Zu Zeiten Florenz als Hauptstadt redisierte dort auch der italienische könig.

Der Gang von Vasari - wieder mal die Angst vor Attentaten - beherbergt heute die größe Sammlung von Selbstbildnissen.

Da waren die ersten drei Stunden um und wir verlängerten um eine...

Vorbei ging es durch mittelalterliche gassen am Palazzo ? - weltbekannter Schuhmacher - schon verstorben - fertigte immer 2 Exemplare - somit heute ein gutes Schuhmuseum

Ponte Sant Trinitate

Deutsche sprengten die Brücken, obwohl Florenz freie Stadt und somit Kulturgüter erhalten werden sollen. LEdiglich Ponte Vecchio nur an den Enden vermient. Ging in die Luft, somit am Arnoufer eine Reihe von Neubauten. Leicht an den Fassaden zu erkennen.

Sant Trinitate von Michelangelo ein Wiederaufbau aus den gefundenen Resten. Auch die Figuren an den Enden ( Vier Jahreszeiten) wieder aufgestellt. Lediglich dem Frühling fehlte der Kopf. Wieder aufgetaucht, als jemand sein Moped imArno versenkte um die Versicherungsprämie zu kassieren. Beobachtet worden. DieFeuerwehr fand bei der Bergung der MAschine auch den Kopf des Frühlings wieder....

In den kleinen Gassen viele Handwerksbetriebe.

Schmied - erzählt Storie vom aktuellen Auftrag - Wappen aus der Mussolini Zeit - Neofaschist als Auftraggeber

Holzschnitzer - Sammler

Tätig auch für die Kremelrestaurierung

Lampenbauer

Rahmenmacher - Spiegelrahmen mit Holz und Stuck verziehrt anschließen vergoldet...

Kronleuchter hersteller

Santo Spirito

Kirche , Abtei Augustiner? - Krankenhaus - Armenkrankenhaus

Michelangelo hatte Beziehungen und seziert / studiert Nachts Leichen

als Dank schuf er ein Kreuz - mit 18 J. - vermutlich erstes größeresw Werk -

bei Umbauten der Kirche verschwand es - tauchte viel später wieder auf - hing übermalt in Seitenkkapelle

Bei Restaurierung erkannte man Michelangelos werk

Bei erneuter Restaurierung auch von Medizinern untersucht - Ergebnis - Details so genau, dass er vermutlich die Leiche eines 14 järigen als Modell hatte...

puhhh

wir schlenderten zurück - Imbiss bei unserem Lieblingsbäcker

Souvenierkauf und längeres Gespäch bei dem Lederhandwerker

Home....

Palazzo Vecchio.... Hammer'

Dusch schmale Gassen Richtung Ponte St Trinitatis Geschichte mit Frühling ohne Kopf Motorrad im fluß versenkt wieder gefunden

Deutsche Brücken gesprengt

Ponte Vecchio nur vermint in die Luft gefangen Uferseite Neubauten

Viele kleine Werkstätten

Schmied Wappen faschist

Bilderrahmen Holzschnitzer lampenbauer Kronleuchter Macher...

Santo Spirito Kreuz von Michelangelo

Könnte im Kloster Leichen sezieren muss für das Kreuz Körper eines jungen als Modell hehabt haben

Kauf Souvenirs in der lederwerkstatt spannendes Gespräch

Sonntag, 17. Mai 2015

2015 Florenz, 17. Mai Stichworte

Erstmals Wecker gestellt. Nicht nötig, da schon so gespannt auf die vereinbarte Stadtführung, dass zeitig wach , Frühstück und auf nach Firence

Nach einigen vergeblichen Versuchen hatten wir endlich eine Stadtführung für uns organisieren können. So wie es aussah, waren wir in einer hochfrequentierten Zeit nach Florenz geflogen. Heute sollte es schwerpunktmäßig um die Geschichte der Medici gehen.

Treffpunkt war die uns schon bekannte Säule am Plazza Republica. Bietet sich an, lässt sich an einem Bronzerelief (ich musste schmuzelnd an des Emsdettener Betonpendent denken....) doch schön die Entwicklung der Stadt erläutern.

Caesar gründete angeblich auf seiner Rückkehr eines seiner Feldzüge (war es gegen uns?) etwa 50 vor Christus dort eine Stadt. Da es im Mai und dieser der Göttin Flora gewidmet war, ergab sich der Name der Siedlung quasi von selbt. Nach altbewährtem Muster war im Zentrum der neuen Stadt ein Platz an dem sich die zwei Hauptstraßen kreuzten. Drumherum war dann alles schachbrettmäßig angelegt (muss man sich wohl von den Amerikanern abgeschaut haben :-)).

Bis 1895 war an der Stelle auch noch der altle und zentrale Markt der Stadt. Doch als man zur italienischen Hauptstadt aufstieg, machte man alles herum kurz und klein und zog einen würdigen Platz auf (Paris, Wien, etc. lassen grüßen....). Ein Schritt, den man noch heute bedauert. Insbesondere auch, weil die Hauptstadtträume nur fünf Jahre andauerten.

Schwups, ging es weiter am Duomo vorbei (hatten wer schon...) zum Palazzo Ricci???. Dem ersten richtigen Palazzo der Medici. Diese kleinen Paläste waren meist nach gleichem Schema angelegt. Nur die größe der Ausführung unterschied sich je nach Reichtum der Eigentümer. Wie letztlich die Familie Strozzi eindrucksvoll unterstrich.

Erkenntnis des Tages: der Reichtum und die Macht der Medici wurde fast ausschließlich in der ersten Generation nach Umzug nach Florenz begründet. Die folgenden Generationen, verwalteten eigentlich nur noch den Wohlstand bzw. gaben ihn mit vollen Händen aus.

Doch das Ausgeben ist hier durchaus zwiespältig zu sehen. Hätten sie ihr Geld nicht so eifrig als Sponsoren für Künstler, Gelehrte, usw. ausgegeben, hätten wir heute viele Kunstschätze Florenz nicht. ....

Letztlich war Florenz dadurch Ausgangspunkt für viele kulturelle Entwicklungen und prägend für die Zeit.

Kleine Aha s der Besichtigung:

Die Fresken in der Kapelle zeigen das Konzil von Florenz - Byzantinische und Westliche Kirche. Byzanz bringt damals etliche Bücher mit als Geschenk. Diese bringen wieder altes Wissen um Mathematik, Architektur, etc. in die Stadt und beflügeln die weitere Entwicklung.

Im Garten sind Töpfe mit Orangen aufgestellt. Orangen deshalb, weil sie als Symbol für ewiges Leben gelten. Sie sind immergrün und eine der wenigen Pflanzen, die blühen und gleichzeitig Früchte tragen.

Im Innenhof fallen mir Tafeln mit griechischer Schrift auf. Die Medici förderten den geistigen Austausch, die Philosophie, etc. Ein Bestandteil war auch die hermeneutik??? Diese Lehre durfte nicht offen gegenüber der "heiligen, römischen Kirche" vertreten werden. Daher findet man Hinweise hierauf nur versteckt. In diesen griechischen Tafeln zum Beispiel...

Zurück zum Aufbau eines Palazzo. Im Erdgeschoss befanden sich Geschäfte. Zumindest eines in Form einer Loggia an einer Ecke. Hier ist sie noch zu erkenne, wurde jedoch in späteren Jahren zugebaut. Durch das Haupttor gelangte man in einen Innenhof. Dort waren Vorratsräume, Ställe, etc. untergebracht.

In dem Obergeschoss befanden sich die Gesellschaftsräume, die Kapelle, etc. und dann schließlich in den Geschossen darüber noch die Wohnräume und auch die Räume der Bediensteten.

Mich hätte interessiert, wieviele Personen wohl damals in so einem Palazzo lebten.

Weiter ging es zur Kirche der Medici. San Lorenzo. Dort war "leider" Kommunion und die Kirche nicht zugänglich. Später haben wir auf eine Besichtigung verzichtet, da wir es mittlerweile Leid waren, für jede, aber auch fast jede Besichtigung wieder erneut zu berappen.

Lediglich die Frommste aller Ehefrauen tarnte sich als Beterin und durfte daher über eine Setienkapell eintreten. Mir hat man das nicht so abgekauft....

Hinter der Kirche liegt die Kapelle der Medici mit den Gräbern

Krypta, Sonderausstellung jede Menge heilige Knochen

Hammer steinarbeiten Mosaike etc...

Sakristei? Von Michelangelo nicht nur bildhauerarbeiten, auch kompletter architektonischer Entwurf...

Grabmäler ?? & ?? Medici vis a vis

Aktiv - passiv

Nacht und Tag

Morgen und Abend...

 

Seitenraum Falltür Versteck m mit kohleskizzen an den Wänden...

Ziemlich geschafft... So recht keinen Dreh mehr Zurück

Montelupo großer Flohmarkt

Pizza oben

Gute Nacht

 

Samstag, 16. Mai 2015

2015 Florenz, 15. Mai

Welchen Tag haben wir heute eigentlich? - Ach, Freitag weiß ich. Ich meine Kultu- oder Chilltag.
In diesem Urlaub gibt es eine sehr gute Mischung zwischen Kulturguck und Luftguck, wenn ich es mal so despektierlich bezeichnen darf. Das dürfte nicht zuletzt auch an unserer traumhaften Unterkunft auf dem Lande liegen.
Einfach eine perfekte Umgebung um auszuspannen, doch 20 Minuten Zugfahrt katalpultieren uns direkt in eine der "Kulturmetropolen Europas", so steht es jedenfalls im Reiseführer.
Und so lassen wir den Tag gemächlich beginnen. Früstück, lesen, denken, schreiben, surfen, und dann machen wir uns - mal ausnahmsweise mit dem Auto - auf den Weg.
Ziel ist dieses Mal ein Ort, den wir immer noch nicht richtig aussprechen können - eben habe ich sogar Frau Google gebeten mir das mal auf italienisch vorzulesen: San Giagnimo.
Klang eigentlich ganz einfach...
Nach einer kurvenreichen Gurkenralley kamen wir in ein traumhaft schönes Städtchen. Die Zeit schien irrgendwie im Mittelalter hängengeblieben zu sein, doch halt: Gab es damals schon Selfie-Sticks?








Trotzdem, ja - so stelle ich mir die Städte damals vor. O.k., mit mehr Dreck, Gestank, ... , aber sonst genauso...
DIe Kirche beeindruckte mich mal wieder mit ihren Malereien. Bibel live! Auf einem der Audioguides meinte der Sprecher PowerPoint sei nicht unbedingt eine Erfindung unserer Zeit.
Jip, hier hat der Redner alles mit Folien unterlegt. Schöpfungsgeschichte und dann einmal durch das alte Testament. Pause. Seiten- äh Folienwechsell, und weiter geht es mit der Geschichte Jesu. Alles in 3D - o.k. die Versuche sahen noch jämmerlich aus - und in Farbe.
Und Gottes Geist. Nun den dürften die permanenten "No Fotos, please!" und das permenante Gezische der Aufpasser (Schhhht, leise!) längst vertrieben haben. Wie wir es in so vielen angeblichen Gotteshäusern schon gedacht haben.
Aber alles in allem ein Tagesausflug, der sich gelohnt hat.
Was war es denn jetzt - Chilltag oder Kulturtag?

2015 Florenz, 16. Mai

Mein Schatz ist zurück! Heute morgen nach dem Frühstück war es geschafft! War sie geschafft? Waren 685 Seiten geschafft? Auf jeden Fall war Dan Browns Inferno zu Ende gelesen. die letzten Tage hechelte sie nämlich Seite an Seite mit Pfrof Langdon durch Florenz und seine Geschichte, immer bemüht die Welt zu retten. ... Zeiten, in dennen Ehemann sich schon einsam fühlen kann. Reduziert auf die Rolle des Essenbereiters, Spülhelden, Lesezeitverschaffers...



Nun was soll s! Auch mich hat der Wälzer direkt gepackt und in sich aufgesaugt. So war es nur recht, das wir nach ein paar Tagen die Rollen tauschen durften.

Dennoch, nicht nur die historischen Infosf der Geschichte werden uns noch die nächsten Tage in Florenz begleiten, auch die anderen Themen des Buches geben genug gehrinschmalzanregenden Stoff...

Auch heute ließ sich die Sonne hinter Wolken nur leicht erahnen. So beschlossen wir eine Wanderung gen Montelupo zu machen. Bislang hatten wir das Örtchen nur in Form des Bahnhofs und des COOP kennengelernt.




Der Rest sah irgendwie nicht vielversprechend aus. Um so überraschter waren wir, als der Wanderweg uns nach knapp 6 km in die nette Fußgängerzone führte.




Leider hatte fast alle Geschäfte geschlossen (was will man auch Samstags um 14 h erwarten) Gott sei Dank konnten wir noch Päuschen in der Pastiseria einlegen und so gings dann frisch gestärkt wieder zurück, ein Auge immer skeptisch auf die dunklen Wolken gerichtet. Doch der Regen ließ sich Zeit. Soviel Zeit, dass ich inzwischen einmal im Pool zischen, einen Kaffee genießen und diese Zeilen schreiben konnte....

Freitag, 15. Mai 2015

2015 Florenz, 14. Mai

Den bewährten Rhythmus aus Heavy-Culture und Chillen haben wir auch heute beibehalten. Leider heimsen wir derzeit absagen von Fremdenführern ein, so dass wir wohl weiter auf eigene Faust Florenz entdecken müssen.
Die derzeit bluthochdruckgefährdetste Ehefrau von allen - alldieweil sie sich auf die Spuren Dan Browns in Florenz begeben hat - muss und soll sich durchs Inferno hecheln und ich genieße die Ruhe und den Müßiggang.
Am Nachmittag geleitet Frau Google uns dann sicher gen Vinci. Dem Geburtsort von Leonardo - jip: aus bzw. - da Vincis.
Ein richtig nettes Örtchen, picobello aufgeräumt und mit einem schönen Museum. Dort werden hauptsächlich Modelle auf der Basis von Zeichnungen da Vincis gezeigt.


Hammer: die Erläuterungen zur Optik. Beeindrucken die Erläuterungen zu dem Werk "Verkündigung Mariens". Nix mal eben ein wenig Pinseln und dann macht das Genie es schon. Da muss er schon ganz ausgefuxte perspektivische Berechnungen angestellt haben. Steht man nämlich zentral vor dem Bild, will es so recht nicht wirken. Alles ist ein wenig unstimmig und verzerrt. Tritt man zwei, drei Schritte nach rechts wird auf einmal alles stimmig. Nicht ganz klar wurde mir, warum er es so malte.

War ihm schon klar, dass die Betrachter meistens von rechts kamen?




Ein interessanter Ausflug!




Dienstag, 12. Mai 2015

2015 Florenz, 12. Mai

Nach soviel Kultur ist heute chillen angesagt. Doch seit gesten Abend sorgt Prof. Langdon mit seinem Inferno für kurze Nächte und reichlich Hintergrundinfos. Ok, ok, Weltliteratur geht anders, das Schema immer wieder gelich, ja und! James Bond guck ich auch immer wieder gerne und das Buch macht mir auf jeden Fall Lust auf mehr Florenz.
Schade, das Marlies das Buch auch noch lesen will, so darf ich nicht zuviel verraten, oder muss so tun, als habe ich mein Wissen aus einem Reiseführer...
Nachmittag machen wir uns auf nach Empoli. Nett, klein, aber mit Fußgängerzone, überschaubar, ...


So entscheiden wir uns, heute Abend mal selber zu kochen und genießen ein fomidables Mahl in unserer Gartenlaube....



Montag, 11. Mai 2015

2015 Florenz, 11. Mai - Bilder fehlen noch

Heute machten wir uns das erste Mal auf nach Florenz. Nach den Erfahrungen des ersten Tages stand fest: never ever by car. Gut, dass es von Montelupo eine regelmäßige Zugverbindung nach Firence SMN gibt.



Überraschend preiswert kam die italiensche Bahn daher. Dazu ein extrem einfach zu bedienender Automat, dank deutscher Sprachführung, ach, Bahnfahren kann anscheinend auch einfach gemacht werden. Der Preis dafür, recht überfüllte Züge, aber das gibt es ja auch in Deutschland.
Der Bahnhof liegt quasi inmitten der Stadt. Auf geht es, wir stürmen die gegenüberliegende Touristinformation. Ja, es gibt einen deutschen Stadtrundgang, ideal als kurzer Überblick. Jip, er startet in 20 Minuten. Jo, es sind auch noch Plätze frei. Kann der Trip besser starten? Kurz darauf sind wir mit unseren Tickets gen Plazza Republica unterwegs. Treffpunkt ist: das Hard-Rock-Cafe....






Italienisch pünktlich, soll heißen mit etwa 15 Minuten Verzögerung erreicht unsere kleine Gruppe (ein weiteres deutsches Paar und wir) Silvia unser Guide für die nächsten 180 Minuten.



Wir hatten schon fundiertere Führungen, doch sie gibt sich alle Mühe, ist gut zu verstehen und hat auch den ein oder anderen nützlichen Tipp parat. Den Rest besorgt die schnell wechselnde, immer wieder atemberaubende Kulisse Florenz.
Vom Place Republica - entstanden in der Zeit, als Florenz mal für 5 Jahre Hauptstadt von Italien - jip, so was gab es mal, auch Turin war dabei... - war und man meinte so ein Platz gehört halt in eine Hauptstadt, auf zum Duomo.






Wurde man mal an römische Dimensionen gewöhnt, fällt es nicht leicht beeindruckt zu werden, doch hier macht das die Fassaadengestaltung wett. Das Baptisterium ist leider verhüllt, es wird für eine Visite von Papst Francescon hergerichtet.
Kleine Anekdote am Rande: Florenz hat immer schon ein gutes caritatives System aufgebaut. Die am Duomo stationierten Krankenwagen zeugen heute noch davon. Sogar mit eigenem alten Eblem:




Aber ich glaube kein Orden, so wie die Malteser halt...
Durch ein Wirrwarr von Gassen geht es voran Richtung Dante Haus und Kirche der Familie ? (Dante)?....
Hatten wir nicht gelessen, die Innenstadt Florenz ist autofreie Zone? Ja, bestätigt unser Guide, aber Taxis sind doch keine Autos, die dürfen überall hin, wenn sie nur richtig piepen. Dieses Gepiepse - tüt tüt tüt tüt ...- werde ich noch lange mit Florenz verbinden.


Auf dem Weg zur Piazza ? - passieren wir eine Eisdiele und erfahren , woran wir eine gute Eisdiele erkennen. Eben nicht durch die riesigen Eisberge in den Auslagen. Das weist eher auf Massenproduktion, reichlich Wasser und Zucker hin. Anders ließen sich die Berge ja nicht kühl halten. Hygienische Betrachtungen lassen wir lieber außen vor.



Das Geheimnis der guten Eiscreme findet sich in den kleinen Behältern, mehrmals am Tag frisch produziert und wird auch nicht in Bällchen auf die Hörnchen geknallt, sonder fein, zähflüssig mit einem Spatel in feinen Schlangenlinien portioniert. NA, da haben wir doch schon ein Ziel, zu dem wir auf jeden Fall zurückkehren werden.

Vorbei geht es auch am.... Einem Getreidespeicher, dessen Erdgeschoß zu einer Kirche umfunktioniert wurde. Die Obergeschosse sind nur an Montagen zu besichtigen. Danke...



Da öffnet sich schon die Piazza... nicht Singorina für Frauen, oder Signorita für Jungfrauen - nö schlicht --- für Macht. Daher auch die riesige Ansammlung von Schniedeln, Männlichkeitsposen und entsprechenden Szenen. Selbst der vielgelobte David macht da keine Ausnahme. Nur Judith und Holofernes scheinen mir nicht ganz in dieses Schema zu passen. Na, da muss ich noch einmal recherchieren.
Wie sang Hermann van Veen so schön: "Michelangelofiguren, sagt man hätten einzig und allein von überflüssigem Stein befreit werden müssen....".



 Na - Spott lässt grüßen. Für mich ein Phänomen, wie man aus einem Steinblock so etwas herauskitzelt. Noch beeindruckender finde ich das beim Raub der Sabinerinnen. Jip, aus eine Steinblock gehauen. Wahnsinn!
Dannn noch schnell die Uffizien gestreift, die Ponte... mit dem Vasari-Gang beäugt und schon sind die ersten eineinhalb Stunden verflogen. Unsere Kleingruppe löst sich auf und wir machen uns auf, die Punkte aufzzuarbeiten, die wir beim Streifzug entdeckt haben:
Beeindruckend ...abgeschritten 27 mal,49 m....
Brücke Abendlicht
Abendessen Piazza??? Bahnhofnähe...

2015 Florenz, 10. Mai

Wir starten mit einem ausgedehnten Frühstück und lassen erst einmal Wohnung und Ausblick auf uns wirken. Die toskanische Landschaft rührt mich immer irgendwie an. Der Ausblick hat auf mich etwas Beruhigendes.



 Woran liegt es? An den sanft geschwungenen Hügeln, die langsam im unendlichen entschwinden.? Dem schönen Licht, klar, warm, sonnengefüllt? Ich weiß es nicht,aber es wirkt. Der Urlaub möge beginnen - nein, beginnt!



Dank der fürsorglichsten Ehefrau von allen, wie hat sie die Dinge nur in ihren 23 kg Gepäck mit unterbringen können? Stapeln sich reichlich Geschenke und Karten auf dem Frühstückstisch. Na klar, jede Menge Infos rund um Florenz! Sei es Dan Browns - Inferno, oder ein guter Reiseführer, oder ein Buch über den Bau der Kuppel des Duomo... O.k., die Aufgaben sind verteilt. Ich beginne mit Dan Brown bzw. Prof. Langdon eine Jagd durch Florenz.



Mit dem Mai haben wir eine gute Zeit gewählt, so scheint es. Die sonne lacht, trotzdem ist alles noch grün und in der Nacht war es auch angenehm kühl. So starten wir einen Spaziergang in die Nähere Umgebung. Auf der Hinfahrt hatte uns ein Schild an unserer Einfahrt auf eine altrömische Villa hingewiesen. Schön, aber schade. Alles ist weiträumig umzäunt und abgesperrt. Besichtigungen müssen über das Museum in Montelupo angefragt werden.
Der Rest des Tages war eine Herausforderung für die sonst aktivste Ehefrau von allen. "Schatz, was machst du?" - "Och, ich sitze..." - oder "Mmmmh, ich lese..." - oder "Uaaaah, hatte gerade ein Nickerchen...." - Manno! Urlaub kann ganz schön anstrengend sein!
Zum Abendessen erklimmen wir unseren Weinberg und machen uns auf zum von Edgar angepriesenen toscanischem Restaurant. Oh, closed! So landen wir wieder in der Pizzeria bei gutem Essen, aber komischer Bedienung und Athmosphäre...






Samstag, 9. Mai 2015

2015 Florenz, 9. Mai

 

Ich glaube lange nicht mehr ist die Zeit so zäh dahin geflossen wie in den letzten Tagen. Er wollte einfach nicht kommen, dieser Moment am Freitag Abend, an dem endlich alle Koffer und Taschen gepackt, alle Dinge aufgeräumt, alle Regelungen getroffen, alle Ermahnungen gesprochen, die geschaffteste alle Ehefrauen das Wohnzimmer betritt, ein Pickolöchen auf den Tisch knallt und verkündet: "Schatz, wir haben Urlaub!" - pffff...endlich!

 

Die Nacht über habe ich reichlich altgermanische Kriegsgesänge angestimmt und so ging's früh morgens gen Düsseldorf. Der Flieger wartet schließlich nicht.

 

Flieger? Mein Schatz mühte sich die Skepsis in Zaum zu halten. Hatte sie sich mehr versprochen? Auf einer kleinen Linie von Düsseldorf nach Florenz?

 

 

 

 
 
Nun was soll's, schnell noch ein Selfie und auf geht's gen Süden.
 
 
 
...und trotz aller Skepsis, wir haben die Wolken von oben gesehen...
 
 
....und sind heil angekommen.

Heil angekommen hört sich erst einmal gut an. Doch der nächste Halbsatz könnte lauten, und damit nahm das Schicksal seinen Lauf. Wer mich kennt, dürfte hin und wieder einmal leichte Anflüge von Geiz in meinen Handlungen entdecken. So ein Moment ereilte mich auch bei der Buchung des Mietwagens - halt, nein, eine verrostete Laube wurde uns nicht angeboten! Ein nagelneuer Peugot SV2 wartete auf uns. Halt nur, ohne Navi.... Geht doch inzwischen per Handy, oder iPad, oder so, hatte ich gedacht.
Erstens hatte ich dabei die Rechnung ohne simyo gemacht. Aus unerklärlichen Gründen lies sich eine Datenoption nicht freischalten. Und der zweite nicht bedachte Aspekt lag in der Unmöglichkeit zu fahren und dabei die Manchmal-Ungeduldigste-Ehefrau von allen dazu zu bewegen, einen Tages-Daten-Pass freizuschalten und Frau Google-Maps zur Ansage zu bewegen. .... Ach was, das war ja schon gefühlte 250 km und viele knisternde Momente und nichtdruckreife Dialoge weiter....
 
Nun denn, irgendwann hatte Frau Google ein einsehen und lotste uns zu einem traumhaften Domizil in der toskanischen Hügellandschaft vor, oder besser neben, Florenz:
 

 


 

 

So hatte ich mir das erhofft!
Ein nettes Abendessen in der hiesigen Pizzeria hat uns dann auch schnell wieder versöhnt. ....
Auf dem Heimweg begleiteten uns unzähligen Glühwürmchen mit ihrem wilden Tanz. so etwas hatte ich noch nicht eher gesehen. O.k., damals ein einzelnes verirrtes, aber hier: Tausende - einfach irre!
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Gegendarstellung: ich war geizig, mein Schatz ganz clever und ich habe sie lange daran gehindert das iPad als Navi zu nutzen..... 😎